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El Día de Muertos – der Tag der Toten

El Día de Muertos – der Tag der Toten

Mexiko ist ein faszinierendes Land, bekannt für sein reiches kulturelles Erbe, die Herzlichkeit der Menschen und den hervorragenden mexikanischen Tequila. Einmal im Jahr kommt all das zusammen und gipfelt in einem einzigartigen Fest, so typisch mexikanisch wie kaum sonst etwas: dem Tag der Toten.

Was ist der Tag der Toten?

Der „Día de Muertos“ oder auch „Día de los Muertos“ (eine Rückübersetzung des Englischen „Day of the Dead“) ist ein farbenfrohes Fest, bei dem das Leben und der Tod gefeiert werden. Zu diesem besonderen Anlass kommen Menschen aus ganz Mexiko und darüber hinaus zusammen, um gemeinsam mit Familie und Freunden ihrer verstorbenen Angehörigen zu gedenken. Das heißt aber nicht, dass am Tag der Toten getrauert wird – ganz im Gegenteil! Vielmehr ist dieser Tag ein farbenfrohes Fest, voller Lachen und Freude, mit gutem Essen und begleitet von nostalgischen Geschichten und schönen Erinnerungen.

Woher kommt der Tag der Toten?

Die Wurzeln von Mexikos kulturellem Erbe reichen bekanntlich mehrere tausend Jahre zurück. Das gilt auch für den Tag der Toten. Obwohl dieser wie die katholischen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen am 1. und 2. November gefeiert wird, haben die beiden Feste recht wenig gemeinsam. Der wahre Ursprung des mexikanischen Tag der Toten liegt nämlich viel weiter in der Vergangenheit.

In den vorspanischen Kulturen der Azteken und anderer Nahua-Völker galt der Tod nicht als das Ende des Lebens, sondern als Übergang in eine andere Daseinsform. Er wurde als natürlicher Lebensabschnitt betrachtet: Die Toten waren nicht verloren, solange sie in der Erinnerung ihrer Lieben weiterlebten. Als die Spanier vor rund 500 Jahren die „neue Welt“ eroberten, brachten sie den Katholizismus in das Gebiet des heutigen Mexikos. Seitdem verschmolzen die Traditionen und Rituale der indigenen Völker zunehmend mit christlichen Festen. Die katholische Kirche versuchte, die vorspanischen Bräuche mit der katholischen Lebensweise zu verbinden. Aus diesem Grund spiegelt sich heute so manche katholische Tradition in den Feierlichkeiten zum Tag der Toten wider. Die Mexikaner legten jedoch nie ihre positive Einstellung gegenüber dem Tod ab, ist diese doch ein wichtiger Teil ihres kulturellen Erbes: Um die Toten zu trauern galt in vorspanischen Kulturen als respektlos.

So wurde dieser einzigartige Feiertag zu dem, was er heute ist: Eine mystische Begegnung zwischen Diesseits und Jenseits, ein farbenfrohes Fest der ewigen Freundschaft, das von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt wurde.


Wie feiern wir den Tag der Toten?

Allem voran möchten wir eines klarstellen: Der Tag der Toten ist nicht Halloween. Auch wenn beides um die gleiche Zeit stattfindet und mit dem kultigen Totenkopf assoziiert wird: Die Atmosphäre könnte nicht unterschiedlicher sein. Halloween ist gruselig. Klar, es macht auch Spaß, aber vor allem ist es dunkel und unheimlich. Der Tag der Toten hingegen ist ein buntes Fest, bei dem das Leben, die Liebe und die ewige Freundschaft im Mittelpunkt stehen.

Am Tag der Toten, so glaubt man, öffnen sich die Tore des Himmels und die Seelen der Verstorbenen können zu ihren Familien zurückkehren. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Im ganzen Land und auch jenseits der Grenzen werden farbenfrohe Paraden abgehalten und bunte Feste gefeiert. Die Menschen werfen sich in schicke Kostüme, verkleiden sich als Skelette und schminken ihre Gesichter im Stil der berühmten „Calavera Catrina“. In der Nacht versammeln sich die Familien auf den Friedhöfen. Sie verzieren die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen mit Blumen und Kerzen und verwandeln den Friedhof so in ein buntes Lichtermeer.

Welche sind die wichtigsten Symbole am Tag der Toten?

La Calavera – der Totenkopf 

– ist bei den Feierlichkeiten nicht wegzudenken: Liebevoll verzierte Zucker-Totenköpfe grinsen mit bunten Deko-Schädeln aus Keramik um die Wette, und kunstvoll geschminkte Gesichter im Totenkopf-Stil laden zum Staunen ein. La Calavera ist viel mehr als nur ein Totenkopf. Es handelt sich um ein besonders symbolträchtiges Motiv, welches auf eine gewisse Weise die alten mexikanischen Traditionen und das mexikanische Erbe repräsentiert. Das ist auch der Grund dafür, dass unsere Tequila-Flaschen mit dem einzigartigen Padre Azul Metall-Totenkopf versehen sind: Dieser ist eine Hommage an den Tag der Toten. Damit möchten wir unseren Respekt gegenüber dem mexikanischen Erbe ausdrücken.


La Ofrenda – der „Gabentisch“ 

– ist das Herzstück der Feierlichkeiten und wohl die bedeutungsvollste Tradition am Tag der Toten. Sie ist eine Art Altar, der zuhause oder auf dem Friedhof aufgestellt wird, und mit dem die Seelen der Verstorbenen willkommen geheißen werden. Die Ofrenda ist gefüllt mit Gaben, die den verlorenen Familienmitgliedern gewidmet sind: Blumen, „Pan de Muerto“ (süßes Hefegebäck, das mit Knochen- und Totenköpfen dekoriert wird), die Lieblingsgerichte und -getränke der Verstorbenen, Zucker-Totenköpfe, Familienfotos, Kerzen, leuchtende Studentenblumen... Die Dekoration kann ganz unterschiedlich sein, denn sie spiegelt den persönlichen Geschmack des verstorbenen Familienmitglieds wider. Eines jedoch haben alle Ofrendas gemeinsam: Sie repräsentieren die vier Elemente – Feuer, Wasser, Erde und Luft. Und warum das Essen? Nach der langen Reise von der Geisterwelt zurück in die Welt der Lebenden sind die Toten bestimmt ziemlich hungrig. Zum Glück warten ihre Lieblingsgerichte bereits auf sie, ihren Familien sei Dank!


La Flor de Muerto – die „Totenblume“ 

– soll die Seelen der Toten mit ihrer schönen, intensiven Farbe und ihrem lieblichen Duft anziehen. Mit dieser Totenblume (der aufrechten Studentenblume) werden die Ofrendas und die Gräber geschmückt. Sie sollen den wandernden Seelen auf dem Weg zu ihren Familien und zurück zu ihrer Ruhestätte als Orientierung dienen. Damit sich die Seelen der Verstorbenen auf Ihrer Reise nicht verirren, streuen die Familien die bunten Blüten von der Ofrenda bis hin zum Grab. Die aufrechte Studentenblume steht außerdem für die Vergänglichkeit des Lebens.


El Papel Picado 

– „durchlöchertes“ Papier. Dabei handelt es sich um bunte Papierkunstwerke, für die kunstvolle Designs in farbenfrohes Papier gestanzt werden. Papel Picado kann in Mexiko das ganze Jahr über bewundert werden, doch besonders am Tag der Toten ist es allgegenwärtig. In dieser Zeit ist es mit Bildern von feiernden Skeletten, Totenköpfen und typischen Speisen verziert. Die bunten, fragilen Kunstwerke werden auch als Dekoration für die Ofrendas verwendet. Dort repräsentieren sie das Element Luft. Wenn sich das Papel Picado im Wind bewegt, dann weiß die Familie: Es ist soweit – die Seelen der Verstorbenen sind hier, um gemeinsam mit den Lebenden zu feiern.


Was passiert wann?

1. November: 

Día de los Angelitos („Tag der kleinen Engel“) oder Día de los Inocentes („Tag der Unschuldigen“)

In der Nacht auf den 1. November öffnen sich um Mitternacht die Tore des Himmels und die Seelen aller verstorbenen Kinder sind 24 Stunden lang wieder mit ihren Familien vereint. An diesem Tag sind die Ofrendas mit leckeren Naschereien und den Lieblingsspielzeugen der Kinder gefüllt. Außerdem werden sie mit Fotos und Zucker-Totenköpfen, auf denen die Namen der Kinder stehen, dekoriert.

2. November: 

Día de Muertos oder Día de los Difuntos (“Tag der Toten”)

Um Mitternacht in der Nacht auf den 2. November gesellen sich die Geister der toten Erwachsenen für 24 Stunden zu den Feiernden. Die Ofrendas werden mit den Lieblingsspeisen der verstorbenen Familienmitglieder und mit dem süßen Hefegebäck „Pan de Muerto“ bestückt. Ein feiner Tequila oder Mezcal darf meist auch nicht fehlen – dieser wird entweder in der Flasche oder liebevoll in Gläsern angerichtet serviert.



Tag der Toten – Fakten:

    • Die Ursprünge des Tag der Toten liegen über 3.000 Jahre zurück.
    • In den vorspanischen Kulturen der Azteken und anderer Nahua-Völker galt der Tod nicht als Ende des Lebens, sondern als Übergang in eine andere Daseinsform.
    • Die Feierlichkeiten rund um den Tag der Toten wurden von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt.
    • Unser Padre Azul Metall-Totenkopf ist eine Hommage an diese uralte mexikanische Tradition.
    • Am Tag der Toten verkleiden sich die Menschen als Skelette und schminken ihre Gesichter im Stil der berühmten „Calavera Catrina“.
    • Die „Calavera Catrina“ kommt aus dem frühen 20. Jahrhundert und basiert auf einem satirischen Porträt mexikanischer Ureinwohner, die sich wie Europäer kleideten und ihr kulturelles Erbe leugneten.
    • Der bekannte Ausdruck „Día de los Muertos“ ist eine falsche Rückübersetzung aus dem Englischen ins Spanische. In Mexiko heißt dieser Tag eigentlich „Día de Muertos“.