RIZE Magazine – Patrick Knapp Schwarzenegger

By 23. April 2019Lifestyle

PADRE AZUL – hinter dieser Marke steckt ein berühmter Name: PATRICK KNAPP SCHWARZENEGGER, der Neffe von Arnold, dem weltberühmten “Terminator“, der es einst nicht nur zum Mister Universum und zur Hollywood-Größe brachte, sondern auch zum Gouverneur von Kalifornien.

Im Hauptjob ist Patrick (“Ich bin a Münchner Kindl“) Entertainment-Anwalt mit sehr prominenten Klienten in Los Angeles. Seit einiger Zeit engagiert sich der 51-jährige businessmäßig aber auch für Padre Azul, eine Tequila-Marke mit Sitz in Innsbruck, Österreich. Im Bayerischen Hof in München trafen wir Patrick zum Interview.

RIZE: Patrick, Du bist Celebrity-Anwalt in Beverly 97 Hills und Hollywood. Zu deinen Klienten zählen dein Onkel Arnold Schwarzenegger, Jason Stat – ham, Nicolas Cage und UFC-Star Conor McGre – gor. Auch George Clooney?

Patrick Knapp Schwarzenegger: (lacht) Leider nicht! Ich wäre zu gern an seinem Casamigos-Te – quila-Deal mit dem britischen Getränkekonzern Diageo beteiligt gewesen, der Clooney und sei – nem Partner Rande Gerber eine Milliarde Dollar eingebracht haben soll.

Du kamst 1968 in München zur Welt, lebst aber seit vielen Jahren in Los Angeles. Wo dort?

Ich wohne mit meiner Familie in Pacific Palisa – des, zwischen Santa Monica und Malibu, nah am Meer. Vom großen Feuer letzten Sommer, das bei uns bis zum Topanga Canyon reichte und sich rasend schnell ausbreitete, blieben wir zum Glück verschont, wir hatten nur etwas Asche in unserem Garten. Aber einige unserer Freunde mussten aus ihren Häusern evakuiert werden. Thomas Gottschalks Haus ist vollkommen nie – dergebrannt. Eine große Katastrophe.

Lastet dich dein Anwaltsjob etwa nicht aus? Wie kam es zur Nebentätigkeit mit Tequila?

Ich bin seit Jahren großer Tequila-Fan, trinke ihn zum Genuß, am liebsten aus einem Cognac – glas und nicht als Shot. Irgendwann bin ich an Padre Azul gekommen und war begeistert. Zu – fälligerweise sind die Besitzer Österreicher wie ich. Hans Peter Eder, mein heutiger Partner, hat – te eine Mexikanerin geheiratet, so kam er nach Mexiko und zum Tequila. Wir haben uns damals verabredet, sind ins Gespräch und ins Geschäft gekommen. Premium Tequila ist mittlerweile weltweit die schnellst wachsende Spirituose, noch vor Vodka und Whisky. Die Qualität des Tequilas hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert, kein Vergleich mehr zu früher. Das registrieren Kunden und Gäste.

Was macht guten Tequila aus?

Tequila muss aus der Jalisco-Region in Mexiko kommen, damit er überhaupt Tequila heissen darf. Tequila bestand früher oft nur aus 51% von der blauen Agave, der Rest war zugeführ – ter Zucker. Der Premium Tequila besteht aus 100% blauer Agave, er ist sehr hochwertig, mit viel Liebe und Sorgfalt gemacht. Wir verwenden nur Agaven, die mindestens acht bis zehn Jahre alt sind und gelten als the smoothest Tequila on Earth! Wir wollen nur Topqualität liefern, übrigens auch was das Design der Flaschen angeht. Daher die Zusammenarbeit mit Swarovski und “Prison Art“-Design. Der Totenkopf steht in Mexiko für ewige Freundschaft.

Wie ist deine Beziehung zu Onkel Arnold? Ist er dein großes Vorbild?

Er ist in erster Linie mein Ziehvater und hat sich immer sehr um mich gekümmert, nachdem mein Vater Meinhard Schwarzenegger 1971 bei einem Verkehrsunfall in Kitzbühel starb. Da war ich drei Jahre alt. Arnold hat mich als Kind oft in Kufstein besucht, wo ich bei meinen Großeltern aufwuchs. Mit 10 bin ich mit meiner Mutter Erika zurück nach München gezogen, wo wir in der Zaubzerstraße in Bogenhausen wohnten. Mit 13 sind wir dann nach Portugal gezogen, aber der Kontakt mit Arnold war immer da.

Und dann ging’s für dich in die USA…

Ja, 1987. Mit 19 habe ich angefangen, an der UCLA in Los Angeles Volkswirtschaft und Polito – logie zu studieren, im Anschluß an der USC Jura. Arnold hat mir das alles ermöglicht, hat mein Studium finanziert. Er ist mein großer Förderer. Während des Studiums hatte ich sogar gleich eine eigene Wohnung, musste nicht auf dem Campus leben.

Nach deinem Studium konntest du dann erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln…

Ich ging für einige Zeit nach New York, wo ich Sony-Music-Chef Tommy Mottola assistierte im berühmten Sony-Gebäude, 550 Madison Ave – nue. Das war für mich als Musikfan ein absolu – ter Traumjob, ich war da mitten im Herzen der Musikindustrie. Eine tolle Erfahrung. Aber da ich letztendlich immer in LA leben wollte, bin ich im Filmbusiness gelandet. Heute bin ich dort nicht nur Anwalt in Beverly Hills, sondern eben auch Mitbesitzer und Markenbotschafter von Padre Azul Tequila. Für das operative Geschäft fehlt mir allerdings die Zeit. Das Headquarter von Padre Azul befindet sich in Innsbruck, die Herstellung natürlich in Mexiko.

Was waren die besten Tipps, die dir Big Arnold mitgegeben hat?

In erster Linie Zielstrebigkeit! Es geht nichts ohne harte Arbeit und eisernen Wille, dann ist alles möglich. Man muss immer an sich glauben. Arnold ist der beste Beweis. Er trainiert noch immer jeden Morgen ab halb sieben im Gold’s Gym. Ich bringe erst meine Kids in die Schule und komme dann um acht zum trainieren. Da ist er schon fertig und wir sehen uns im Vorbeige – hen. Arnold ist mit 71 top in Form.

Hast du einen Schwarzenegger-Lieblingsfilm?

Klar, “Conan, der Barbar“! Dieser Film, sein ers ter großer Blockbuster, hat mich geprägt. Ich war damals noch ganz jung und habe den Film mit Jungs aus meiner Klasse in Lissabon im Kino gesehen. Unvergesslich und sehr beeindruckend!

Und was sagt Arnie zu Padre Azul?

Arnold hat ihn probiert und er schmeckt ihm sehr gut. Er hat ihn zu Hause und trinkt ihn gern zu einer guten Zigarren. Eine gute Kombination.

Kommst du immer gern nach München?

Ich liebe die Stadt und bin sehr gern und oft hier. Für mich ist München das Zentrum von Europa, Basis und Ausgangspunkt für vieles. Ich bin gern am Marienplatz, am Viktualienmarkt, im Engli – schen Garten – und als begeisterter Fan des FC Bayern auch so oft es geht in der Allianz Arena.

Tequila ist auch ein Clubgetränk. Bist du selbst noch aktiv im Nachtleben unterwegs?

Nein, ich habe ja eine Frau und vier Kinder zu Hause. Heute gehe ich weniger privat aus, mehr beruflich, zu Geschäftsessen oder Filmpremie – ren. Die wilden Clubjahre sind vorbei. Früher war ich oft am Sunset Strip in Hollywood unterwegs, im Rainbow Bar & Grill, im Roxy, da ging es rich – tig ab. Ich war ein echter Hardrocker!

RIZE Herausgeber Babak Shahverdi,
Patrick Schwarzenegger
und Chefredakteur
Alex Gernandt (v.l.)

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