Tequila vs. Mezcal – was ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen Tequila und Mezcal – eine Zusammenfassung

Mezcal und Tequila sind beides beliebte alkoholische Getränke, die aus der Agavenpflanze hergestellt werden, doch es gibt einige wesentliche Unterschiede zwischen ihnen. Wenn du diese Unterschiede kennst, kannst du bei der Auswahl und beim Genuss dieser mexikanischen Spirituosen bewusste Entscheidungen treffen. Zunächst einmal: Tequila und Mezcal sind nicht dasselbe – Mezcal kann man jedoch als großen Bruder des Tequilas bezeichnen.

  • Mezcal ist älter als Tequila
  • Über 400 verschiedene Agaven können für Mezcal verwendet werden, aber nur eine für Tequila
  • Tequila hat einen sanfteren, süßeren Geschmack als Mezcal, der ein rauchiges Profil hat.
  • Beide Spirituosen dürfen nur in einem regulierten Gebiet hergestellt werden (Tequila in 5 mexikanischen Staaten und Mezcal in 9 mexikanischen Staaten).
  • Die Mezcal-Herstellung ist traditioneller als die moderne Tequila-Produktion
  • Tequila wird mit Dampf gekocht, während Mezcal mit Rauch gekocht wird.

Die Ursprünge der Agavenbrände

Sowohl Mezcal als auch Tequila sind beliebte Spirituosen auf Agavenbasis mit einer langen Geschichte in Mexiko. Mezcal wird schon seit Jahrhunderten von indigenen Gemeinschaften genossen, während Tequila erst Jahrhunderte später entstand. Zu einer eigenständigen Spirituose mit eigenem Namen wurde Tequila erst, nachdem sich im 19. Jahrhundert das Herstellungsverfahren änderte. Doch wie wird Mezcal, der große Bruder des Tequilas, ursprünglich hergestellt?

Herstellungsmethoden von Mezcal und Tequila

Mezcal wird aus einer Vielzahl von Agavenpflanzen mit traditionellen Produktionsmethoden hergestellt. Je nach Art der Pflanze kann es bis zu 10 Jahre oder sogar noch länger dauern, bis die Agave vor der Ernte ihre volle Reife erreicht. Nach der Ernte werden die Blätter abgeschnitten, um die Piña, das Herz der Pflanze, freizulegen. Die Piñas werden dann in einem unterirdischen Grubenofen mit Holz oder Holzkohle geröstet, was dem Mezcal seinen ausgeprägten rauchigen Geschmack verleiht. Nach dem Rösten werden die Piñas entweder von Hand oder mit einer Tahona zerkleinert. Eine Tahona ist eine Steinradmühle, mit der der Saft aus den Piñas gepresst wird, der dann fermentiert und destilliert wird, um Mezcal herzustellen.

Bis zum 19. Jahrhundert gab es keinen Tequila. Mezcal-Produzenten aus der Stadt Tequila im Bundesstaat Jalisco beschlossen, ein anderes Herstellungsverfahren auszuprobieren. Dabei setzten die Produzenten ausschließlich auf die blaue Weber-Agave, weil ihnen deren Geschmack anderen Agaven überlegen schien. Die Agaven wurden nicht in einer unterirdischen Grube gegart – stattdessen nutzten diese Produzenten einen gemauerten Ofen, um die Piñas zu dämpfen. Danach wird der Saft entweder mit natürlicher oder künstlicher Hefe fermentiert und mindestens zweimal destilliert. Heute kann Tequila mit viel moderneren Techniken wie Autoklaven, Diffusoren und Kolonnenbrennapparaten hergestellt werden, während die Mezcal-Produktion fast unverändert geblieben ist.

Horno oder Ziegelofen dämpft Agaven
Horno oder Ziegelofen dämpft Agaven
Ernte von Agaven für Mezcal
Ernte von Agaven für Mezcal

Was ist der Unterschied zwischen dem Geschmack von Mezcal und Tequila?

Wie du gerade erfahren hast, stammen Tequila und Mezcal beide von der Agavenpflanze ab, allerdings von verschiedenen Sorten. Außerdem unterscheidet sich die Herstellungsmethode von Mezcal von der des Tequilas. Mezcal kann sehr komplex sein und hat einen ausgeprägten rauchigen Geschmack, der vom Garen in unterirdischen Gruben herrührt. Dieses Raucharoma fehlt beim Tequila, der einen geradlinigeren, süßeren Geschmack hat. Beim Tequila-Genuss schmeckst du erfrischende Aromen wie Zitrusfrüchte, Gras oder verschiedene Obstsorten. Außerdem kannst du Nuancen von Vanille, Karamell oder Eiche entdecken, die aus dem Fass stammen, in dem der Tequila Monate oder sogar Jahre gereift ist.

Alterungsprozess – je älter, desto besser?

Sowohl Mezcal als auch Tequila können gereift werden, doch der Reifeprozess ist bei beiden Spirituosen unterschiedlich. Mezcal reift oft in Eichenfässern, was ihm einen weicheren, komplexeren Geschmack verleihen kann. Manchmal wird Mezcal auch in einem runden Glasbehälter gereift, was bei Tequila nicht möglich ist. Tequila wird in der Regel in Eichenfässern oder Edelstahltanks gereift, was ihn weicher und milder machen kann. Die Reifung im Fass erhöht nicht nur den Preis der Flasche, sondern bereichert auch die Komplexität des Produkts, da jedes Fass den Geschmack anders beeinflussen kann. Die Reifung bestimmt auch die Kategorie von Tequila und Mezcal. Diese Kategorien reichen vom ungereiften Tequila Blanco (Joven beim Mezcal) über den kurz gelagerten Tequila Reposado bis zu Tequila Añejo und Tequila Extra Añejo – dasselbe gilt für Mezcal. Derzeit experimentieren einige Produzenten mit verschiedenen Fässern, etwa gebrauchten Rotweinfässern, um zu sehen, wie sich Geschmack und Farbe des Agavenbrands dadurch verändern.

Reifung von Tequila in Eichenfässern
Reifung von Tequila in Eichenfässern
Bienvenido a Tequila
Bienvenido a Tequila

Rechtliche Hintergründe

Im Gegensatz zu anderen Spirituosen wie Rum, Gin oder Wodka können Mezcal und Tequila nicht auf der ganzen Welt hergestellt werden, sondern nur in Mexiko. Um als Mezcal bezeichnet zu werden, muss der Alkohol in einem der neun Bundesstaaten Mexikos hergestellt werden, die zur Herstellung von Mezcal berechtigt sind. Zu diesen Bundesstaaten gehören Durango, Guanajuato, Guerrero, Michoacán, Oaxaca, Puebla, San Luís Potosí, Tamaulipas und Zacatecas: Der Großteil des Mezcal wird jedoch in Oaxaca hergestellt. Außerdem muss er nach traditionellen Herstellungsverfahren produziert werden und bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Mezcal wird von der mexikanischen Regierung und dem CRM, der Abkürzung für Consejo Regulador del Mezcal, reguliert. Darüber hinaus muss das Produkt strenge Richtlinien einhalten, um als Mezcal zertifiziert zu werden.

Tequila wird ebenfalls von der mexikanischen Regierung sowie vom CRT (Consejo Regulador del Tequila) reguliert und muss im Bundesstaat Jalisco oder in bestimmten Gemeinden der Bundesstaaten Guanajuato, Michoacán, Nayarit und Tamaulipas hergestellt werden. Um als Tequila bezeichnet zu werden, muss der Alkohol aus mindestens 51 % blauer Weber-Agave hergestellt werden und bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Wird der Tequila ausschließlich aus Agave hergestellt, darf die Flasche die Aufschrift „100 % Agave Tequila“ tragen. Andernfalls darf er nur als „Tequila“ bezeichnet werden. Deshalb unsere klare Empfehlung: Trink nur 100 % Agave Tequila.

Arten von Mezcal und Tequila

Mezcal ist vielleicht eine der komplexesten Spirituosen der Welt! Es gibt über 400 verschiedene Agavensorten und alle können zur Herstellung von

Mezcal verwendet werden – mit Ausnahme der blauen Weber-Agave. Die gängigsten Sorten sind Espadín, Tepeztate und Tobalá. Jede Mezcal-Sorte wird aus einer bestimmten Agavenart hergestellt und hat ihr eigenes Geschmacksprofil. Außerdem ist es möglich, einen Blend aus verschiedenen Agavensorten herzustellen. Mezcal kann zudem unterschiedlich lange reifen, was den Geschmack und die Komplexität des Endprodukts beeinflusst.

Im Vergleich dazu kann Tequila nur aus der blauen Weber-Agave hergestellt werden und wird typischerweise in vier Hauptkategorien unterteilt: Blanco (meist ungereift oder bis zu zwei Monate gereift), Reposado (zwei bis zwölf Monate gereift), Añejo (mindestens ein bis zwei Jahre gereift) und Extra Añejo (mindestens drei Jahre gereift). Auch der Reifeprozess und die Art des verwendeten Fasses können den Geschmack und die Komplexität des Tequilas beeinflussen.

Verschiedene Arten von Tequila
Verschiedene Arten von Tequila
Traditionelle Tahona-Mühle beim Auspressen der Agavenfasern
Traditionelle Tahona-Mühle beim Auspressen der Agavenfasern

Handwerkskunst hat ihren Preis

Mezcal ist aufgrund des kleineren Produktionsumfangs und der traditionellen Herstellungsverfahren oft teurer als Tequila. Mezcal wird in der Regel aus wilden Agaven und in kleinen Chargen mit traditionellen Techniken hergestellt, was die Kosten und den Zeitaufwand für die Herstellung erhöhen kann. Tequila hingegen wird oft in größerem Maßstab und mit moderneren Techniken hergestellt, was ihn erschwinglicher machen kann, aber gleichzeitig kann die Qualität des Produkts darunter leiden. Bei Padre Azul setzen wir auf Qualität statt Quantität – wir nehmen uns Zeit, um die Agave voll ausreifen zu lassen, und arbeiten mit lokalen Unternehmen zusammen!

Alles, was du wissen musst

Zusammenfassend lässt sich sagen: Mezcal und Tequila werden zwar beide aus der Agave hergestellt, unterscheiden sich aber in Herstellungsverfahren, Geschmacksprofil, Herkunft, rechtlichem Hintergrund, Sorten und Preis. Wenn du die Unterschiede zwischen diesen beiden Spirituosen kennst, kannst du ganz bewusst auswählen, welche der beliebten mexikanischen Spirituosen du genießen möchtest. Hier also noch einmal die vier Hauptunterschiede zwischen Mezcal und Tequila:

  1. Hergestellt aus verschiedenen Agavenpflanzen
  2. Unterschiedliches Geschmacksprofil
  3. Produziert in verschiedenen mexikanischen Bundesstaaten
  4. Unterschiedliche Herstellungsverfahren

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Xiaman Mezcal – perfekt serviert
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